Geschichte

1709
Der Dänenkönig besucht Dresden. Errichtung eines Holzbaues gegenüber dem Schloss für die Hofgesellschaften als Festplatz für Turniere und Spiele, Wirtschaften, Jahrmärkte und ähnliches. Er wird 1714 abgebrochen

1709
August der Starke beauftragt Matthäus Daniel Pöppelmann mit dem Bau der Orangerie für seine Sammlung seltener südländischer Gewächse (Wallpavillon, Mathematisch-Physikalischer Salon, Französischer Pavillon mit Bogengalerien und Nymphenbad)

1710 - 1712
Bau der Bogengalerien am Wallpavillon

1711
Erweiterung des Orangerie-Projektes mit Entwurf einer Gartenanlage und Baubeginn des Nymphenbads

1712 - 1716
Mathematisch-Physikalischer Salon und Französischer Pavillon entstehen; Deckenmalereien von Louis de Silvestre und Heinrich Christian Fehling
(1717-1723)

1714 - 1718
Kronentor und Langgalerien mit Bildhauerarbeiten von Balthasar Permoser werden erbaut

1716 - 1719
Bau des Wallpavillons

1718/19
Südliche Pavillonbauten und ein hölzerner lnterimsbau an der Elbseite entstehen

1719
Einweihung des Zwingers anlässlich der Hochzeit des Kurprinzen Friedrich August II. mit Erzherzogin Maria Josepha durch eine „Wirtschaft“; diese Feierlichkeit, während derer das Königspaar die Wirtsleute spielte und der Adel in allen möglichen Kostümen erschien, erfreute sich in Sachsen schon unter Kurfürst August größter Beliebtheit.

1728
Fertigstellung der Zwingerbauten, Verwendung als Sammlungs- und Bibliotheksgebäude; der Figurenschmuck des Zwingers stammt von Balthasar Permoser

Seit 1728
Die wertvollsten Dresdner Sammlungen werden im Zwinger untergebracht

1746
Der Mathematisch-Physikalische Salon wird am jetzigen Platz eingerichtet

1759/60
Schäden im Siebenjährigen Krieg. Der Zwinger wird als Stapel- und Zimmerplatz durch die preußische Armee benutzt

1783 - 1795
Erste Zwinger-Restaurierungen unter Johann Daniel Schade

1806 - 1813
Schäden in den Napoleonischen Kriegen entstehen; der Zwingergraben wird zugeschüttet (Entfestigung der Stadt)

1820 - 1830
Zwingerteich und Garten im Zwingerhof mit Wasserbecken werden angelegt

1847 - 1855
Abschluss der EIbseite durch das Galeriegebäude von Gottfried Semper mit plastischem Schmuck von Ernst Rietschel

1849
Infolge der Mai-Kämpfe Brand des Opernhauses, dabei weitgehende Zerstörung des südlichen Pavillons und des Stadtpavillons

1857 - 1863
Wiederaufbau und zweite Restaurierung unter Karl Moritz Haenel

1880 - 1898
Dritte Restaurierung mit Eingriffen in die Bausubstanz (Verwendung von Portlandzement, Eisenklammern und Ölanstrich)

1924 - 1936
Mit der Gründung der Zwingerbauhütte unter Leitung von Hubert Ermisch erfolgt die gründliche Sicherung und umfassende vierte Restaurierung

1945
Der Zwinger wird durch die anglo-amerikanischen Bombardierungen total zerstört

1945 - 1963
Wiederaufbau unter der Leitung von Hubert Ermisch, Arthur Frenzel und Max Zimmermann

1952
Wiedereröffnung des ersten Ausstellungsraumes

1985
Beginn der Gesamtsanierung

1991
Wiedergründung der Zwingerbauhütte

1993
Der Zwinger wird Bestandteil des Schlossbetriebes Schlösser und Gärten Dresden

1993 - 1995
Rekonstruktion des Glockenspiels wird abgeschlossen

 

 
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